Ethische und religiöse Orientierungstage
12. Feb 2008 von Sandra
„Die Suche nach dem Sinn des Lebens“ ist schon immer ein fester Bestandteil unseres Daseins und ein auch immer wieder in der Literatur aufgefasstes Thema. Mit dem immerwährenden Wandel der Gesellschaft und den daraus folgenden Lebenseinstellungen der Menschen entstehen auch immer wieder neue Lösungsansätze und Antworten.Zahlreiche Philosophen haben ihr ganzes Leben der Suche nach einer wahren Antwort gewidmet. Letztendlich bleibt jedoch offen, ob sie diese tatsächlich fanden. So war es auch die Absicht der erstmalig in diesem Jahr für die Jahrgangsstufe 11 stattfindenden Orientierungstage gemeinsam dieser Problematik ein Stück näher zu kommen.Anreiz zu diesem Projekt gab Herr Alexander Chucholowski, Ethik- und Philosophielehrer unserer Schule, der die Idee aus einer Schule in Fulda hatte.In drei Tagen sollte nun den Schülern die Möglichkeit gegeben werden, sich selbst und andere besser kennen zu lernen. Ein Vorhaben, das im normalen Schulalltag sonst nur schwerlich Platz findet. Zu diesem Zweck gab es verschiedene Angebote von den Ethik- und Religionslehrern:Während sich eine der Gruppen mit dem Für und Wider von Gewalt beschäftigte, setzen andere ihren Schwerpunkt auf Themen wie „Recht und Gerechtigkeit“, „Christ sein heute“, „Der Weg“ oder „Liebe“. Außerdem beschäftigte sich eine Gruppe auch mit dem Thema „Körper und Seele“, indem sie in die Sportart Wing Chung Kung Fu hineinschnupperten.In einigen Projektgruppen wurde beschlossen, die Tage nicht an der Schule, sondern in einer nahen Jugendherberge zu verbringen.Daher landete z.B. unsere Gruppe „Liebe M/macht“, geleitet von Herrn Chucholowski selbst, in einem Selbstversorgerhaus im schönen Schotten bei Gießen.Um sich in das Thema einzufinden, starteten wir mit einer Diskussionsrunde, Standbildern und Rollenspielen rund um das Thema „Beziehung“. Anschließend wurden Teams gebildet, die das von ihrem Leiter zur Verfügung gestellte Material (Dramen, Kurzgeschichten etc.) oder auch eigene Texte zu Theaterstücken umsetzten mussten, wobei zwei Teams eigene Geschichten verfilmten. Die Ergebnisse dieser Arbeit wurden dann am letzten Abend in einer gemeinsamen Runde vorgeführt; allgemein wurde von den meisten Teilnehmern diese Fahrt als sehr schön, lehrreich und sinnvoll bewertet.Ein durchweg positives Feedback konnte allerdings nicht in allen Gruppen verzeichnet werden. So war den einen ein „Arbeitstag“ bis 18 Uhr zu lang, andere wiederum konnten aus diesen Tagen nichts Neues für sich mitnehmen. Alles in allem jedoch fand die Mehrheit der Schüler die ethischen und religiösen Orientierungstage äußerst empfehlenswert und auch in ihrer Umsetzung gut gelungen. Man sieht, es besteht selbst in dieser „Null Bock“-Generation doch noch das Bedürfnis und der Wille, den Dingen auf den Grund zu gehen und vor allem sich selbst zu finden.Natascha & Steffi